Das Grace

Fördepromenade 30, 24944 Flensburg, Deutschland
16/20
Bemerkenswerter Tisch

Praktische Informationen

Koch
Quirin Brundobler
Küche
Deutsch | europäisch | Französisch | Gastronomisch | International | Lokal | Meeresfrüchte
Zusätzlicher Service
| Garten | Privater Parkplatz | Privater Raum | Unterkunft
Stil
| | | Casual | Mit Familie | Mit Freunden | Romantisch

Die Meinung von Gault&Millau 2025

Grazie trägt das stylische, im ehemaligen Heizwerk des früheren Oberkommandos der Kriegsmarine beheimatete „The Grace“ nicht nur im Namen, sie wird auch von den Gästen erwartet: „Dresscode: Elegante Kleidung“ heißt es auf der Website, und konkreter: „Ein Besuch in Sportkleidung, in Shorts sowie mit Mütze ist nicht erwünscht.“ Während man andernorts um jeden Gast ringt, ist hier Etikette angesagt – zum Sehnsuchtsort Hamburger oder Berliner Hipster will man ganz offenbar nicht verkommen. Verschämt schlüpfen wir also auf den „ausreichend kostenpflichtigen Parkplätzen (Parkscheinverlust 50 €)“ aus unseren neuen Balenciaga-Sneakern und ziehen die ausrangierten rahmengenähten wieder an. Die Produktauswahl im Grace kommt weitgehend aus eigener Produktion von der James Farm an die blanken Holztische. Die ausgesperrten Hipster würden vermutlich darüber stolpern, dass diese sich „bewusst gegen ein Bio-Siegel“ entschieden hat, das ändert aber – so viel Fairness muss sein – nichts an der hervorragenden und durchaus im besten Sinne nachhaltigen Qualität des in eigener Molkerei, Käserei und Schlachterei Erzeugten, das in vielerlei anderer Hinsicht vorbildlich ist, nicht zuletzt im ausgezeichneten Geschmack, der durch das gesamte kulinarische Angebot trägt. Genug geätzt also (es bleibt der Hinweis, derartige Eigenwerbung gelegentlich zu überdenken, damit die „coolen Gäste“, die man sich via Pressemeldung wünscht, auch wirklich kommen). Kommen wir zum Wesentlichen: Aus den ehemals zwei Fünf- bis Sieben-Gänge-Menüs „Förde“ und „Farm“ ist ein gemeinsames geworden, in dem die Küche des Bayern Quirin Brundobler so nordisch-regional wie lecker und auch von der Gesamtdramaturgie gut austariert daherkommt: Angefangen vom ausgezeichneten Brot mit eigener Rohmilchbutter über den puristisch interpretierten, durch Sanddorncreme und eigenes Gemüse aromatisch verstärkten, wunderbar geratenen dänischen Kaisergranat bis zu den getrüffelten, intensiven Höruper Schweinebäckchen und den farbenfroh-vielfältigen Pralinen und Petits Fours aus der Schatzkiste. Der ausgesprochen zugewandte Service und (mit etwas Glück) der Blick auf die Förde verstärken das sich einstellende gute Gefühl, und wir stellen schlicht und einfach fest: Ob Challans-Ente, Jakobsmuschel oder Seezunge – es schmeckt. Ohne Schwächen oder Durchhänger, knackfrisch, nordisch mit eigener Note, gerade durch die mit Liebe angerichteten, eher aufgeräumten Tellerbilder mit Fokus auf die Hauptzutat, aber stets intelligent ergänzt, auf den Punkt zubereitet und mit Könnerschaft gewürzt.

Karte

Karte — Das Grace © OpenMapTiles © OpenStreetMap
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Die People
  • Quirin Brundobler
    Quirin Brundobler Küchenchef
    Quirin Brundobler Quirin Brundobler Küchenchef
  • Morlin Jochimsen
    Morlin Jochimsen Sommelier
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    Morlin Jochimsen Serviceleiter
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