Ophelia

Seestraße 25, 78464 Konstanz, Deutschland
18/20
Prestigeträchtiger Tisch

Praktische Informationen

Koch
Dirk Hoberg
Küche
Französisch | Gastronomisch | International | Vegetarier
Zusätzlicher Service
| Privater Parkplatz | Terrasse | Unterkunft | Zugang für Behinderte
Stil
| | | Mit Freunden | Romantisch

Die Meinung von Gault&Millau 2025

Die noble Jugendstilvilla, in der das Ophelia residiert, bietet bei gleicher Menüfolge zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse: klassisches Fine Dining in gediegenem Ambiente mit Blick auf den See und hippe Frontcooking-Atmosphäre für vier Gäste an einem schmalen Bartisch direkt am Pass. Dort agieren Dirk Hoberg und sein Team leise und konzentriert – und kreieren durchaus komplexe Teller verfeinerter französischer Hochküche mit internationalen und ganz eigenen Akzenten. Das gelingt durch das gesamte Menü hindurch formidabel und mit bemerkenswert intensiv kontrastierender Aromatik, wie schon die Amuses (Miniatur-Taco mit Saibling und seinem Kaviar, getrüffeltes Rindertatar und ein Avocado-Tartelette mit Taschenkrebs) so einfach wie eindrucksvoll unter Beweis stellen. Klassisch die Gänseleber auf feinstem Früchtebrotboden unter Trüffelgelee mit Gänseleber-Eis, Pekannussscheibchen und Portulak. Hervorragend die französische Rotbarbe als Tatar mit Staudensellerie und Estragon, begleitet von einer Nocke fermentierter Tomate, sowie à part eingelegter und frittierter Artischocke mit Sauerklee und einer üppigen Portion Kaviar. Perfekt der butterzarte Rehrücken mit Rotkohl, Sellerie und separatem Ragout. Alles comme il faut, dazu auf höchstem handwerklichen wie sensorischen Niveau, zudem professionell-locker und kompetent serviert. Eigene Akzente setzt Hoberg durch Schmankerln wie die süßen Röstaromen von Buchweizen und Macadamianüssen zum gebackenen Kalbsbries mit reichlich Trüffeln und Schwarzwurzel-Trüffelvelouté oder sein Perlgraupenrisotto zum misoge-beizten und leicht geräucherten Kabeljau. Dass die durch die Bank hervorragenden Zutaten nicht immer – so wie es der hauchdünne Bodensee-Aal auf einer Dinkelnocke mit Birne in süffigem Sud beispielhaft aufzeigt – aus der Region kommen, obschon es auch dort vergleichbar gute Quellen gäbe, ist so ziemlich die einzige Kritik, die Hoberg sich gefallen lassen muss. Direkt am Ufer des Bodensees schwedischen Zander zu servieren, ist nur schwer zu begründen, und Bisons bester Qualität grasen nicht nur in Kanada, sondern auch im Badischen. Ansonsten aber lässt sich hier respektvoll loben und durchgängig genießen, denn auch die exotisch kalibrierte Patisserie hält, was Ambiente und die Menüpreise versprechen.

Karte

Karte — Ophelia © OpenMapTiles © OpenStreetMap
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Die People
  • Dirk Hoberg
    Dirk Hoberg Küchenchef
    Dirk Hoberg Dirk Hoberg Küchenchef
  • Jerom Nicke
    Jerom Nicke Sommelier
    Jerom Nicke Jerom Nicke Sommelier
  • Dirk Hoberg
    Dirk Hoberg Serviceleiter
    Dirk Hoberg Dirk Hoberg Serviceleiter
  • Jerom Nicke
    Jerom Nicke Serviceleiter
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