Roter Hahn

Rote-Hahnen-Gasse 10, 93047 Regensburg, Deutschland
16/20
Bemerkenswerter Tisch

Praktische Informationen

Koch
Maximilian Schmidt
Küche
Deutsch | europäisch | Französisch | Lokal | Vegan | Vegetarier
Zusätzlicher Service
Privater Parkplatz | Privater Raum | Terrasse | Unterkunft | Zugang für Behinderte
Stil
| Casual | Mit Freunden

Die Meinung von Gault&Millau 2025

„Hi, ich bin der Lukas und möchte dir das Team vorstellen“ – wem eine so kumpelhafte Begrüßung missfällt, sollte vielleicht nicht im „Roten Hahn“ zu Regensburg speisen. Doch was anderswo vielleicht aufgesetzt wirkt, gehört hier zum Konzept, inklusive leicht schummriger Rock-Café-Atmosphäre mit Retro-Ventilatoren an der Decke und Analog-Plattenspieler, dem „das Team“ regelmäßig mit neuen Vinylscheiben zu bestücken hat. Im Gegensatz zum coolen Ambiente könnte man die Küche des erst dreißig Jahre jungen Maximilian Schmidt nennen, obwohl der Abkömmling einer alten Regensburger Gastronomenfamilie quasi nebenan bei Anton Schmaus sein Handwerk erlernte. Allzu knallige asiatische Aromen wie im „Storstad“ sind seine Sache nicht, was exemplarisch ein Lachforellen-Sashimi mit subtil-säuerlicher Erdbeersauce unter Beweis stellte, eine aparte Kombination. Erfreulich, dass bei unserem Besuch gleich zweimal Innereien auf der Speisekarte standen. Einmal in Form einer butterzarten, im Vakuum gegarten und noch einmal auf dem Holzkohlengrill aromatisch akzentuierten Rinderzunge mit knackigen Pfifferlingen obenauf und einer unvergesslichen Sauce Vierge, ein weiteres Mal als ebenfalls sous-vide gegartes und hernach noch einmal frittiertes Kalbsbries mit nicht zu scharfem Pfefferjus. Serviert werden ausschließlich Menüs von drei bis acht Gängen (Lunch drei oder vier Gänge), die man mit „Signatures“ ergänzen kann. Abgewählt hätten wir gerne die Nachspeise, die wieder einmal bewies, dass Mais, von Polenta abgesehen, in der Hochküche nichts zu suchen hat: Sowohl Maisparfait wie Maiscrème schmeckten nur süß und auch die eingelegten Bergpfirsiche konnten dem geschmacklichen Nihilismus der gelben Körner nicht abhelfen. Die ambitionierte Weinkarte, locker präsentiert von Sommelier Lukas Eigelt, hält viel wenig Bekanntes bereit, auch aus der Naturweinszene. Uns gefiel als Apéro ein prächtiger Sparkling Wine des 1988 gegründeten Weingutes Nyetimber, einem der Schrittmacher der Schaumweinrevolution im Süden des Vereinigten Königreichs.

Karte

Karte — Roter Hahn © OpenMapTiles © OpenStreetMap
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Die People
  • Maximilian Schmidt
    Maximilian Schmidt Küchenchef
    Maximilian Schmidt Maximilian Schmidt Küchenchef
  • Michael Zansitis
    Michael Zansitis Sommelier
    Michael Zansitis Michael Zansitis Sommelier
  • Laura Schmidt
    Laura Schmidt Serviceleiter
    Laura Schmidt Laura Schmidt Serviceleiter
  • Eva Sendtner
    Eva Sendtner Serviceleiter
    Eva Sendtner Eva Sendtner Serviceleiter
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