Schattbuch

Schattbucher Straße 15, 88279 Amtzell, Deutschland
16/20
Bemerkenswerter Tisch

Praktische Informationen

Koch
Caio Benati
Küche
Deutsch | europäisch | International | Vegetarier
Zusätzlicher Service
| Privater Parkplatz | Privater Raum | Terrasse | Zugang für Behinderte
Stil
| Casual | Mit Freunden | Mit Kindern

Die Meinung von Gault&Millau 2025

Sinnesrausch à la carte in lässiger Atmosphäre verspricht das Schattbuch – und hält es auch. Irgendwo im Nirgendwo zwischen Ravensburg und Wangen sorgt das Team um Gastgeber Christian Marz und Küchenchef Sebastian Cihlars im lichtdurchfluteten, in Schwarztönen gehaltenen Erdgeschoss der Robotik-Firma FTP für Hochgenuss mit Augenzwinkern. Schon deshalb sollte man aus den Signature-Dishes, die sich zwischen klassischem und vegetarischem Vier- bis Sechsgang-Menü in der Karte präsentieren, den Schattbuch Beeftea in das ansonsten gewählte Programm einbauen: In Teebeutelform geschnittenes und mit Schnürchen versehenes Wagyu-Rind kann in einer tiefgründigen Ochsenschwanzessenz nach eigenem Gusto gegart werden. Und auch sonst macht das Gebotene durchgängig Freude, auch wenn wir den letzten Grad Perfektion in der Küchenleistung bei unserem diesjährigen Besuch ein wenig vermisst haben, etwa bei der zum Beeftea à part servierten Ochsenschwanzpraline in einem aufgeweichten Tartelette oder den allzu großen Portionen der ersten Gänge im Menü wie dem wuchtigen Schwung Erbsenkaltschale mit geräucherter Garnele, die wenig Raum im Magen für die später folgenden Preziosen ließen. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau. Die rund 800 Positionen der bestens kuratierten Weinkarte machen es einem nämlich leicht, gut nachzuspülen – und die außergewöhnlich gastfreundlich kalkulierten Preise sollen nicht nur ganz bewusst zu dem einen oder anderen zusätzlichen Schluck verleiten, sie tun es auch. Und so bleibt uns etwa der Ochsenschwanz-Raviolo in süffigem Steinpilzsud mit Heidelbeeren in bester Erinnerung, wie auch der Hauptgang mit Blutente in Purple-Curry-Sud mit krachend-knuspriger Haut und zartschmelzendem Fett, gegrilltem Topinambur, bunten Beten und Feige: Besser kann man es nicht machen! Auch die Patisserie macht mit Johannisbeere in flüchtigen Schaum-, Mousse-, Baiser- und Eistexturen mit Piemonteser Haselnuss eine gute Figur. Vanitas lächelt lasziv von der Wand und grüßt bis zum nächsten Besuch – übrigens auch gerne mit Kindern, die hier sogar (pst, nicht weitersagen!) ganz einfach Pommes serviert bekommen: Ein echter Wohlfühlort eben, ganz ohne steifen Dünkel und Dogmen.

Karte

Karte — Schattbuch © OpenMapTiles © OpenStreetMap
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Die People
  • Caio Benati
    Caio Benati Küchenchef
    Caio Benati Caio Benati Küchenchef
  • Christian Marz
    Christian Marz Serviceleiter
    Christian Marz Christian Marz Serviceleiter
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