Hechtsheim ist ein beschaulicher Stadtteil der Landeshauptstadt Mainz, idyllische Provinz mit dörflichem Charakter. Das ideale Umfeld für den Pankratiushof, der sich vom einfachen Bauernhof zu einem kleinen kulinarischen Imperium mit Hofladen, Backstube, Manufaktur und natürlich dem Restaurant entwickelt hat. Morgens wird im puristischen Ambiente mit offener Küche ein ausgiebiges Frühstück serviert, abends das Menü mit Überraschungseffekten. Denn was auf die Teller kommt, entscheidet Küchenchef Paul Schmiel erst am Vormittag. Doch so sicher wie das Amen in der Kirche sind die Gerichte aus regionalen und saisonalen Produkten zubereitet. Ohne modisches Herumexperimentieren, schnörkellos einfach und geschmacklich konzentriert auf den Punkt gebracht. Zum Einstieg ein Potpourri kleiner Arrangements wie frittierte Wirsingchips, mit Zucchini belegte Sauerteigpizza, in Bierteig ausgebackene Topinamburblüten und einem in der Schale gegarten Hühnerei, gekrönt mit regionaler Aubergine und selbst gemachtem Ricotta. Die saftige Lachsforelle aus dem Wispertal gibt es anschließend einmal in feinwürziger Fischsauce, erfrischend beflügelt mit Wassermelone und Sauerampfer. Nach dem geschmacklich eher unaufgeregten Duett von selbst gemachtem Mozzarella und roter Bete wird die auf dem offenen Feuer gegrillte Forelle nochmal in Beurre blanc mit gegrilltem Mangold und Kapuzinerkresse serviert. Die Kresse begleitet, neben Estragonsauce und Zwiebeln, auch die Kartoffeln aus eigenem Anbau. Das Perlhuhn im Fleischhauptgang comme il faut, saftig und aromatisch, umspült von einer tiefgründigen Jus auf Basis der gerösteten Knochen und begleitet von in der Schale gegrilltem Paprika. Zum guten Schluss einer häppchenweisen Reise durch bodenständige Geschmackswelten das Dessert mit Mirabellenkaltschale und bestem Milcheis mit Feigen.