Schwarzgold

Emscherallee 11, 44369 Dortmund, Deutschland
16/20
Bemerkenswerter Tisch

Praktische Informationen

Koch
Pierre Beckerling
Küche
europäisch | Gastronomisch | Lokal | Meeresfrüchte | Vegetarier
Zusätzlicher Service
Garten | Privater Parkplatz | Privater Raum | Zugang für Behinderte
Stil
| | Mit Familie | Mit Freunden | Romantisch

Die Meinung von Gault&Millau 2025

Dieses Restaurant kann nur im Ruhrpott liegen. Dort, wo früher schwarzes Gold die Hauptrolle gespielt hat – in der Kokerei Hansa, genauer in deren Gastiefkühlanlage. Bescheidene neun Meter sind es bis zur Decke, die Location atmet den Staub des vergangenen Jahrhunderts und ist alleine schon einen Besuch wert. Umso schöner, dass Pierre Beckerling, der sich an seiner früheren Wirkungsstätte von japanischer Kultur hat inspirieren lassen, nun „straight outta Ruhrpott“ kocht – mit einer Verbeugung nicht nur vor den deutschen Kumpels, sondern auch vor den Gastarbeitern aus Polen, Italien oder der Türkei. Nur ein bisschen nobler ist es geworden, seit hier die Schlote rauchten: schwarze Sessel, Tische mit goldfarbenem Leder, überall schimmert es gülden. Glänzend präsentiert sich auch die Küche – nicht nur auf dem Teller, sondern auch beim Bezug der Produkte, die Beckerling verarbeitet: Rund 80 % kommen aus dem direkten Umland, zum Teil sogar direkt vom Kokerei-Gelände, wie zum Beispiel Gemüse oder Fisch, der dort gezüchtet wird. Das Menü beginnt – wie könnte es anders sein – mit einer Dortmunder Currywurst, die sich hier allerdings als behutsam mit Curry aromatisierte Kalbspraline mit Frischkäsemousse in Miso präsentiert. Aus Steinfurt kommt das Schottische Hochlandrind, das erst nach drei Jahren auf der Weide geschlachtet wird und dann noch einige Zeit im Reiferaum verbringt, bevor es im Schwarzgold mit N25-Kaviar, Räucheraal, Rettich und Speck zu einem intensiv-kräftigen Zwischengang verarbeitet wird. Brieftauben gab es hier immer schon, genauso wie Kaninchenzucht. Beide Protagonisten finden sich aus zweifelsfrei qualitätvoller Provenienz auch hin und wieder im etwa alle sechs Wochen wechselnden Menü, und zum Nachtisch gibt es eine „gemischte Tüte ohne Lakritz“ vom Candy-Shop-Kiosk. Großes Gourmet-Kino mit einer Verbeugung vor der Historie und Geschmack von heute. Das sollte, so Sie können, Ihre Dinner-Adresse für morgen sein - es lohnt sich! Kleine Ausnahme: Die Weinkarte ist – ganz Ruhrpott-like – eher etwas für Biertrinker. Aber das kann sich ja noch ändern.

Karte

Karte — Schwarzgold © OpenMapTiles © OpenStreetMap
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Öffnungszeiten

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Die People
  • Pierre Beckerling
    Pierre Beckerling Küchenchef
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  • Sebastian Sareika
    Sebastian Sareika Sommelier
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  • Sebastian Sareika
    Sebastian Sareika Serviceleiter
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