Tantris

Johann-Fichte-Straße 7, 80805 München, Deutschland
18/20
Prestigeträchtiger Tisch

Praktische Informationen

Koch
Benjamin Chmura
Küche
Französisch | Gastronomisch | Meeresfrüchte | Vegetarier
Zusätzlicher Service
| Privater Parkplatz | Terrasse | Zugang für Behinderte
Stil
| |

Die Meinung von Gault&Millau 2025

Schieben wir mal alles beiseite, was das Haus jenseits seiner Küche ausmacht. Zunächst seine retrograde, nicht nur von Brutalismusfans gefeierte Architektur. Dann die untrennbar mit der orangefarbenen Teppichdecke verwobenen Geschichten von charismatischen Chefs, flamboyanten Gastgeberinnen und Gastgebern und einer generationenübergreifend genusspositiven Eigentümerfamilie. Und schließlich die bisweilen mythologisch überhöhte Weinkarte, deren Legendenstatus man einkalkulieren sollte – in jeder Hinsicht. Versuchen wir es in Deutschlands größtem immersiven Genusstheater und konzentrieren wir uns auf das Essen: Aus der Küche tönt die schneidige Annonce samt vielkehligem „Oui!“, der Service parliert souverän, in allen Welten daheim. Denn Legende hier, Atmosphäre da – es ginge nicht ohne eine Küche wie die von Benjamin Chmura, die schon optisch eine bewundernswert selbstverständliche Eleganz ausstrahlt. Inzwischen kann sie auf ein gewisses Repertoire zurückgreifen: Ein paar der hauchdünn gebackenen Apero-Miniaturen etwa begegnen uns konstant bei jedem Besuch, wie auch ihre teils herausfordernde Eatability ein Running Gag der Küche bleibt. Was uns zu Chmuras aktuellem Signature Move führt, dem wiederkehrenden Einsatz knuspriger Elemente als – im wahrsten Sinne – rotem Faden im Menü. Im zweiten Auftakt-Klassiker zeigt er sich als Topinambur-Spekulatiuschip zur Entenleberterrine. Ganz sicher schien der Service nicht, ob gerade die letzten Kirschen oder ersten Feigen zwischen den Fettleberschichten steckten, und auch geschmacklich war das nicht eindeutig zu fassen. Aromatisch klarer fiel ein Gang Tomaten von Peter Kunze aus, serviert auf drei Tellern: gelierte Consommé mit Tomatengranité und Wassermelone, ein gebeiztes, aromatisch herrlich intensives Tomatensegment „Gelbe Helene“ mit Oliventapenade und Kumquats sowie ein Stück Roma-Tomate mit Anis auf zarter Blätterteig-Zwiebeltarte. Weiter knusperten wir uns durchs Menü, von der tacoartig gebackenen Maismehlgalette mit Taschenkrebs und Fingerlimes über das pain feuilleté zum Lamm (zwei Tage in Lassi eingelegt) bis hin zur als Blätterwerk umkonstruierten Boskop-Apfeltarte mit Muscovado-Eis – alles in allem eine selbstgewisse, höchst eigenständige Interpretation klassisch-französischer Prägung, die uns gefallen hat.

Karte

Karte — Tantris © OpenMapTiles © OpenStreetMap
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Die People
  • Benjamin Chmura
    Benjamin Chmura Küchenchef
    Benjamin Chmura Benjamin Chmura Küchenchef
  • Ilka Seitner
    Ilka Seitner Sommelier
    Ilka Seitner Ilka Seitner Sommelier
  • Noris F. Conrad
    Noris F. Conrad Sommelier
    Noris F. Conrad Noris F. Conrad Sommelier
  • Jenny Lang
    Jenny Lang Serviceleiter
    Jenny Lang Jenny Lang Serviceleiter
  • Maximilian Sierk-Paul
    Maximilian Sierk-Paul Serviceleiter
    Maximilian Sierk-Paul Maximilian Sierk-Paul Serviceleiter
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